Buchhandlung SeitenBlick
 
 
 
 
 
 
 


12. Literarische Adventsrätsel

5 Teilnehmende, die alle, wir wiederholen: alle, Fragen richtig beantworten konnten. Und dann noch mehrere RätserInnen, die nur eine, eine einzige, Frage nicht richtig beantworteten. Was für ein Jahrgang! Der notgedrungen geloste (von Losfee Jacqueline) Gewinner lautet: Frank Willberg. Über einen würdigen Preis wird gegenwärtig noch nachgedacht...
 
 
 
 
 

Zum Modus: täglich, mit Ausnahme des Sonntags, gibt es eine Frage zu beantworten und einen Tagespreis zu gewinnen; neben dem Tagessieger gibt es eine Gesamtwertung und einen Gesamtpreis, den die- bzw. derjenige mit den meisten richtigen Antworten davonträgt. Besonders originelle Antworten, gleich ob falsch oder richtig, werden in Sonderfällen mit Sonderpreisen belohnt. Die Fragen sind täglich auf der Homepage www.seitenblick-leipzig.de zu finden, liegen aber auch im Laden aus.

Antworten können telefonisch 0341/9261813, per Mail seitenblick-leipzig@t-online.de oder persönlich im Laden Goetzstraße 2/ am Lindenauer Markt in 04177 Leipzig übermittelt werden.

Wie Immer wünschen wir Ihnen & Euch vor allem Freude an den Zitaten und Mut zum rate-lustigen Teilnehmen. Von den Zitaten abgesehen ist unser Rätsel zu hohen Graden selbst-erlesen und selbst-ausgedacht, gesponsert allein von den unermesslichen Textfeldern der Literatur und garantiert nichts als die Mehrung diversester Literatur-Kenntnisse. Reinsten Gewissens darf es also weiter empfohlen werden.

Eine schöne Ratezeit  wünschen

Jacqueline Simon & Ansgar Weber


Liebe FreundInnen des literarischen Adventsrätsels, liebe Literaturinteressierte,

wir laden ein zum 12. literarischen Adventsrätsel. Unser diesjähriges Thema, Freundschaften, hat viele Spielarten und Erscheinungsweisen zu bieten, im Leben wie auch in der Literatur. Inwiefern sich für unsere literarisch ausgewählten Freundschafts-Beispiele und Sprach-Funde auch in der Wirklichkeit Vor- und Nachbilder finden, mag jede und jeder selbst bedenken, entscheiden und sich vorstellen.


24. Dezember 16, Frage 21:


Welcher Freundin legt Hermann Broch mit folgendem Gedicht seinen Roman ´Der Tod des Vergil` als Geschenk in die Hände?

„ "Ach, das ist ja viel zu viel"/ Sagt der Bürger zum Geschenk,/ Doch damit´s ihm keiner stiehl/ Preßt er´s in die Fäuste eng:/ Was man kriegt führt man zuleibe.// Selbstverständlich ist´s zu viel -/ Wer hat Platz für Riesenbände!/ Trotzdem leg´ich den Vergil/ Glückwunschvoll in deine Hände,/ Daß er als Symbol da bleibe.“

a) Marietta Torberg
b) Annemarie Meier-Graefe
c) Hannah Arendt

Die richtige Antwort ist: c)
Die Gewinnerin von Frage 21 ist: Sabine Kling
Der Preis: Paulo Coelho: Die Hexe von Portobello




23. Dezember 16, Frage 20:


Von welchen „zwei Freunden“ ist in folgendem Tagebucheintrag die Rede?

„…zwei Freunde (so empfanden wir uns, meine ich, zu Recht) sollten nicht Nachbarn in einem Dorf werden. Nachbarschaft täglich nötigt zur Vorsicht, schliesst den Krach aus, der die Freundschaft prüft und weiterbringt; den offenen Krach. In einer größeren Stadt wären wir wahrscheinlich Freunde geblieben, die sich manchmal für einige Monate nicht treffen; in einem kleinen Dorf, wo man sich nach einer Auseinandersetzung, vielleicht übermorgen schon wieder bei der gemeinsamen Garage treffen wird, meidet man, was zur Freundschaft gehören würde, zwecks Erhaltung guter Nachbarschaftlichkeit. Dadurch wird Lüge unumgänglich; schliesslich verargt man es dem andern, dass man selber nicht offen ist;“

a) Wolfgang Hilbig und Michael Buselmeier (in Edenkoben)
b) Max Frisch und Alfred Andersch (in Berzona)
c) Albert Camus und René Char (in Lourmarin)

Die richtige Antwort ist: b)
Der Gewinner von Frage 20 ist: Klaus Hofmann
Der Preis: Andreas Martin Widmann: Die Glücksparade




22. Dezember 14, Frage 19:


Wer formuliert folgende Gedanken zur Bedeutung von vermeintlich „Belanglosem“ in Freundschaftsgesprächen?

„Freundschaft beruht auf Übereinstimmung im Typischen. Nichts macht daher Freunde reizbarer und feinhöriger, als wenn ihre Meinungen von tiefer liegenden Wesensunterschieden zeugen. Es gibt Gespräche über ganz belanglose Dinge, die mit einer großen Erbitterung und Eindringlichkeit geführt werden, weil, wie man häufig erst viel später erkennt, Ansicht und Gegenansicht unvereinbaren Gründen der Seele entstammen. Ein Wort, ein einziges Urteil, kann blitzartig Tiefen aufhellen, die bisher im Verhältnis unwirksam waren, nun aber seine Voraussetzungen ändern oder gar seinen Bestand in Frage stellen.“

a) Georg Simmel (in Die differenzierte Freundschaft)
b) Jacques Derrida (in Über die Differenz in der Freundschaft)
c) Siegfried Kracauer (in Über die Freundschaft)

Die richtige Antwort ist: c)
Der Gewinner von Frage 19 ist: Wenzel Reichert
Der Preis: John Irving: In einer Person




21. Dezember 16, Frage 18:


Aus welchem Roman stammt die folgende Charakterisierung einer Trennung und Wiederbegegnung zweier Freunde als „kühl“?

„War er während des Jahrs unserer Trennung kein andrer geworden, so war er doch ausgesprochener noch er selbst geworden, und das genügte, mich zu beeindrucken, besonders da ich wohl ein wenig vergessen hatte, wie er war. Die Kühle unseres Abschieds in Halle habe ich geschildert. Unser Wiedersehen, auf das ich mich unendlich gefreut hatte, stand ihm in dieser Eigenschaft nicht nach, so dass ich, verblüfft, zugleich erheitert und betrübt, alles zu verschlucken und niederzuhalten hatte, was sich an Gefühl dabei über den Rand meines Wesens drängte. “

a) Doktor Faustus (von Thomas Mann)
b) Der Nebelfürst (von Martin Mosebach)
c) Selbstporträt mit Schusswaffe (von Thomas Fritz)

Die richtige Antwort ist: a)
Die Gewinnerin von Frage 18 ist: Ulrike Kalteich
Der Preis: Dominique Anne Schuetz: Von einem, der auszog, die Welt zu verschieben




20. Dezember 16, Frage 17:


Von wem stammt folgende Sentenz?

„Es ist schmählicher, seinen Freunden zu misstrauen, als von ihnen betrogen zu werden“

a) La Rochefoucauld (in: Reflexionen oder Sentenzen und moralische Maximen)
b) Louis Renault (in: Reflexions sur l´amitié et l´automobile)
c) Denis Diderot (in: Enzyklopädie-Artikel über die Freundschaft)

Die richtige Antwort ist: a)
Die Gewinnerin von Frage 17 ist: Alex Maier
Der Preis: Kim Hoon: Acht Leben




19 Dezember 16, Frage 16:


Von welchem Bär ist in diesem kühn gereimten Lied die Rede?

„Ein 3-fach Hoch auf …/ (Auf wen, warum, wozu?)/ Auf …/ (Links Beifall; rechts ein Buh!)/ Das wusstest du doch, du./ Er hat seinen Freund vorm Nasswerden gerettet!/ 3 Hoch auf Bär!/ (Auf wer?)/ Auf Bär -;/ Schwimmen konnte er nicht./ Doch gerettet hat er den Wicht!/ (Gerettet hast ihn du?)/ Hört zu!/ Ich spreche von …/ (Nur zu!)“

a) Der Bär, der nicht da war (von Oren Lavie)
b) Pu der Bär (von A.A. Milne)
c) Teddy Brumm (von Heinz Behling)

Die richtige Antwort ist: b)
Der Gewinner von Frage 16 ist: Ute Wendelmuth
Der Preis: Roman Graf: Herr Blanc




17. Dezember 16, Frage 15:


In welchem Roman entziffern drei ungewöhnliche Freunde einen architektonischen „Reigen“?

„...sie bewegten sich unterhalb des Simses entlang, suchten nach den verwischten Spuren eingeritzter Buchstaben, und Coppis Gesicht, mit kurzsichtigen Augen hinter Brille mit dünnem Stahlrand, näherte sich den Schriftzeichen, die Heilmann, der Fünfzehnjährige, der jede Ungewissheit von sich wies, der keine unbelegte Deutung duldete, bisweilen aber auch der poetischen Forderung auf bewusste Entreglung der Sinne anhing, der Wissenschaftler sein wollte und Seher, er, den wir unsern Rimbaud nannten, erklärte uns, die wir bereits um die Zwanzig waren und die Schule seit vier Jahren hinter uns hatten und das Arbeitsleben kannten, und die Arbeitslosigkeit auch, und Coppi das Gefängnis ein Jahr lang, wegen staatsfeindlicher Schriften, den Sinn dieses Reigens…“

a) Die Ästhetik de Widerstands (von Peter Weiss)
b) Gläserne Zeit (von Andreas Hilger)
c) Kameraden auf dem Sims (von Max Goldt)

Die richtige Antwort ist: a)
Der Gewinner von Frage 15 ist: Christine Daiminger
Der Preis: Robert Littell: Das Stalin Epigramm




16. Dezember 16, Frage 14:


Welche englischsprachige Autorin beschreibt hier die freundschaftlichen Reize, die antiquarische Bücher aussenden können ?

„Antiquarische Bücher sind wilde Bücher, heimatlose Bücher; sie sind zusammengekommen in großen Scharen von bunten Federn und haben einen Charme, der den gezähmten Bänden der Bibliothek fehlt. Außerdem können wir in dieser wahllos gemischten Gesellschaft auf einen völlig Fremden stoßen, der sich, mit einigem Glück, in den besten Freund verwandeln wird, den wir auf der Welt haben.“


a) Helene Hanff (in 84 Charing Cross Road)
b) Virginia Woolf (in Stadtbummel: Ein Londoner Abenteuer)
c) Stefanie Menching (in Jacobs Leiter)

Die richtige Antwort ist: b)
Der Gewinner von Frage 14 ist: H.-J. Krüger
Der Preis:Andrzej Szyzypiorski: Eine Messe für die Stadt Arras




15. Dezember 16, Frage 13:


In welchem Text eines österreichischen Autors beschreibt der Ich-Erzähler folgende Begegnung, die den Anfang einer längeren Freundschaft bildet?

„Die auf nichts sonst Rücksicht nehmende Leidenschaft des … für die Musik, […] hatte mich sofort für ihn eingenommen gehabt, seine ganz und gar außerordentlichen Kenntnisse vor allem die großen Orchesterwerke Mozarts und Schumanns betreffend, ganz abgesehen von seinem mir allerdings sehr bald unheimlichen Opernfanatismus, […] seine hohe, nicht nur musikalische, sondern allgemeine Kunstbildung, die sich von der aller andern durch mehr oder weniger ununterbrochen angestellte, jederzeit überprüfbare Vergleiche von gehörter Musik, von besuchten Konzerten, von studierten Virtuosen und Orchestern unterschied und die alle immer zuhöchst authentisch gewesen waren, wie ich bald einsah, hatten mich unschwer den … als meinen neuen, ganz und gar außerordentlichen Freund erkennen und annehmen lassen.“

a) Die Strudlhofstiege (von Heimito von Doderer)
b) Wittgensteins Neffe (von Thomas Bernhard)
c) Wittgensteins Maitre (von David Markson)

Die richtige Antwort ist: b)
Die Gewinnerin/ Der Gewinner von Frage 13 ist: Frank Willberg
Der Preis: Florian Scheibe: Kollisionen




14. Dezember 16, Frage 12:


Wem schreibt Joseph Roth im November 1933 diese Zeilen?

„Wenn Sie Freunde hatten, die Ihnen jetzt schaden, so seien Sie froh darüber. Sie hatten, nach meinem Geschmack, immer zu viel Freunde. Am schlimmsten war, dass sie aus allzu verschiedenen Lagern stammten. Das hat mir nie gefallen. Es kann Ihnen nur gut tun, wenn Sie ein paar Freunde verlieren.“

a) Stefan Großmann
b) Arno Zweig
c) Stefan Zweig

Die richtige Antwort ist: c)
Die Gewinnerin/ Der Gewinner von Frage 12 ist: Rebecca Schubert
Der Preis: Jean-Paul Didierlaurent: Die Sehnsucht des Vorlesers




13. Dezember 16, Frage 11:


In welchem Buch wird folgender kompromissloser Eid unter Jungen geschworen?

„...holte also ´n Blatt Papier raus, wo er den Eid draufgeschrieben hatte, und las ihn vor. Er verpflichtete jeden von den Jungs, zur Bande zu halten und keins von ihren Geheimnissen je zu verraten, und wenn irgendwer irgend´nem Jungen von der Bande was tat, dann mußte jeder Junge, dem´s befohlen wurde, diesen Menschen und seine Familie umbringen, und er durfte nicht essen und nicht schlafen, bis er sie getötet und ihnen ein Kreuz in die Brust gehackt hatte, was der Bande ihr Zeichen war. Und keiner, der nicht zur Bande gehörte, durfte das Zeichen benutzen, und wenn er´s doch tat, mußte er belangt werden, und wenn er´s noch mal tat, dann mußte er getötet werden.“
in

a) Die Bluesbrüder vom Mississippi (von Davide Morosinotto)
b) Blutsbrüder (von Ernst Haffner)
c) Huckleberry Finns Abenteuer (von Mark Twain)

Die richtige Antwort ist: c)
Der Gewinner von Frage 11 ist: Friedemann Zweynert
Der Preis: Nele Pollatschek: Das Unglück anderer Leute




12. Dezember 16, Frage 10:


Welche Schriftstellerin stellt im Jahr 1824 folgende Gedanken zur Freundschaft an?


„Ich war irre, mit Vielen, bis jetzt über Freundschaft, oder vielmehr über Freunde. Nicht muß ein Freund dem andern so viel leisten, als dieser ihm. Solches handelsmäßige Verfahren mag in allen übrigen Verhältnissen stattfinden! Unsere Freunde sind die Gleichgesinnten, die wir, wie uns selbst, müssen ehren können; Freunde sind Menschen, die voneinander überzeugt sind; aber bald muß der eine, bald der andere alles leisten, ohne Kalkül anzustellen und je etwas dafür zu erhalten, noch zu erwarten, noch in sich zu fordern. Und so ist es auch in der Welt; wir haben Freunde, denen wir leisten, und Freunde, die uns leisten; und dies nach den verschiedenen Naturen der Menschen und ihrer Lage gewähren zu lassen, gerade darin besteht die Freundschaft.“

a) Rahel Varnhagen (in: Lichtstreifen und Glutwege)
b) Bettina von Arnim (in: Die Andacht zum Menschenbild)
c) Karoline von Günderrode (in: An Kreuzer)

Die richtige Antwort ist: a)
Der Gewinner von Frage 10 ist: Ralf Pannowitsch
Der Preis: Arthur Schopenhauer: Aphorismen zur Lebensweisheit




10. Dezember 16, Frage 9:


Von wem stammt dieses Beispiel freundschaftlichen Reverenzerweisens?

„Als ein geschätzter, kultivierter und eleganter Freund mir sein neues Buch übersandte, überraschte ich mich dabei, wie ich, im Begriff es zu öffnen, meine Krawatte zurecht rückte.“

a) Walter Kempowski(in: Alles unter einer Krawatte)
b) Walter Benjamin (in: Einbahnstraße)
c) Walter Serner (in: Letzte Lockerung)

Die richtige Antwort ist: b)
Die Gewinnerin/ Der Gewinner von Frage 9 ist: Norbert Held
Der Preis: Lorenza Gentile: Teo




9. Dezember 16, Frage 8:


In welchem Roman, in dem viel Bob Dylan gehört, viel (zu Freundinnen und Freunden) getrampt und (noch) viel Brief-geschrieben wird, erhält die mittlerweile in West-Berlin lebende männliche Hauptfigur folgende Post von seiner (Brief-)Freundin Gudrun??

„Ich stelle mir vor, dass ich wahnsinnig Angst hätte, dort zu versacken, an so ´ner großen Uni, in ´nem Ameisenhaufen von Menschen, niemanden zu kennen, allein zu sein, und irgendwie bewundere ich das, wie Du das so fertig bringst. […] In den Sommerferien werde ich mit Thomas in die Schweiz fahren, wo wir eine Woche fasten wollen. Regen sich da auch bei Dir so Widerstände? Ich habe schon mit mehreren Leuten darüber gesprochen, und fast alle haben mich für verrückt erklärt. Ich versteh´s nicht!“

a) Bildungsroman (von Gerhard Henschel)
b) Neue Menschen. Ein Bildungsroman (von Stephan Wackwitz)
c) Mensch Lehmann (von Sven Regener)

Die richtige Antwort ist: a)
Der Gewinner/Die Gewinnerin von Frage 8 ist: Monika Bucher
Der Preis: Jean-Luc Seigle: Der Gedanke an das Glück und an das Ende




8. Dezember 16, Frage 7:


Wer beschwört, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, in dem folgenden Romanabschnitt eine Zeit und Wohnkultur, als aus der Nachbarschaft häufig „noch“ Freundschaft entstand?:

„Wir zu unserer Kinderzeit hatten es noch, dieses Gefühl des nachbarschaftlichen Zusammenwohnens und Anteilnehmens. […] Auch Gärten, die aneinandergrenzten und ihre Obstbaumzweige einander zureichten und ihre Zwetschen, Kirschen, Pflaumen, Äpfel und Birnen über lebendige Hecken weg nachbarschaftlich austeilten, gab es noch zu unserer Zeit, als die Stadt noch nicht das „erste Hunderttausend“ überschritten hatte und wir, Helene Trotzendorff, Velten Anders und Karl Krumhardt, Nachbarkinder […] unter dem Osterberge waren. Bauschutt, Fabrikaschenwege, Kanalisationsarbeiten und dergleichen gab es auch noch nicht zu unserer Zeit in der Vorstadt […]. Die Vögel hatten dort wirklich noch nicht ihr Recht verloren, der Erde Loblied zu singen; sie brauchten noch nicht ihre Baupläne dem Stadtbauamt vorzulegen.“

a) Gottfried Keller (in: Martin Salander)
b) Henning Mankell (in: Martin Wallander)
c) Wilhelm Raabe ( in: Die Akten des Vogelsangs )

Die richtige Antwort ist: c)
Der Gewinner von Frage 7 ist: Tobias Luther
Der Preis: Polly Morland: Risk Wise. Von der Kunst mit Risiken zu leben




7. Dezember 16, Frage 6:


An welche Kollegin und Freundin sind diese Briefzeilen Christa Wolfs gerichtet?

„Mir tat es noch lange leid und wird mir immer leid tun, daß ich an jenem Nachmittag von Dir wegging, um zu dieser PEN-Besprechung im ZK zu gehen, die dann überflüssig, tot und langweilig war. Warum macht man das bloß, programmierter Esel, der man ist. Wir hatten doch gerade erst angefangen, von dem zu reden, was Dir wirklich nahe geht und was wir alle, gut erzogen und in Angst vor unseren eigenen Gefühlen, sonst immer schön sorgfältig hinter keep smiling verstecken.“

a) Brigitte Reimann
b) Sarah Kirsch
c) Brigitte Endler-Kirsch

Die richtige Antwort ist: a)
Die Gewinnerin von Frage 6 ist: Claudia Brockmann
Der Preis: Abbas Khider: Ohrfeige




6. Dezember 16, Frage 5:


Aus welchem Kinderbuch stammen diese „allerbesten Freunde"?

„Es waren einmal zwei Freunde, das waren die allerbesten Freunde der Welt, auch wenn sie sich erst seit wenigen Tagen kannten - genauer gesagt: seit vorgestern. […] der Hutzelmann aus dem Siebengiebelwald, einer von dreizehn, und Zwottel, der Zottelschratz aus den Worlitzer Wäldern, hatten beschlossen, von jetzt an für alle Zeiten beisammenzubleiben.“

aus
a) Frieder aus dem Worlitzgrund (von András Zottl)
b) Hörbe (von Otfried Preußler)
c) Snöfried aus dem Wiesental (von Andreas H. Schmachtl)

Die richtige Antwort ist: b)
Der Gewinner/ Die Gewinnerin von Frage 5 ist: Maria Beyer
Der Preis: J. Ryan Stradal: Die Geheimnisse der Küche des mittleren Westens




5. Dezember 16, Frage 4:


Wer verfasste folgenden Aphorismus?

„Frauen und Freunde verlieren an Wert, wenn man sie zu sammeln beginnt.“

a) Karlheinz Deschner (in: Nur Lebendiges schwimmt gegen den Strom)
b) Karl Heinz Bohrer (in: Nur Ästhetisches schwimmt gegen den Strom)
c) Rudolf Taschner (in: Vom Zählen und Sammeln)

Die richtige Antwort ist: a)
Der Gewinner/Die Gewinnerin von Frage 4 ist: Katharina Kraus
Der Preis: Eshkol Nevo: Die einsamen Liebenden




3. Dezember 16, Frage 3:


Aus welchem Gedicht stammen die folgenden, einem botanischen Freund zugeeigneten Strophen?

„Ich geh schon lange nicht mehr aus dem Haus,/ Nur selten bringt mir jemand einen Strauß;/ Drum steht im Kistchen, hinter meinem Bett,/ Ein kleiner Kaktus auf dem Fensterbrett.// […] Sein Anblick labt mich, trink ich meinen Tee,/ Sein Grün hält an und ist wie Leder zäh;/ So leben wir, ein jeder still für sich,/ Zu zweit dahin, mein grüner Freund und ich.“

aus
a) An meinen Kaktus (von Joachim Ringelnatz)
b) Mein kleiner grüner Kaktus (von Max Raabe)
c) Der Kaktus (von Theodor Kramer)

Die richtige Antwort ist: c)
Der Gewinner/Die Gewinnerin von Frage 3 ist: Roland Beer
Der Preis: Ray Bradbury: Halloween




2. Dezember 16, Frage 2:


Wer widmet folgende Zeilen (und ein ganzes Buch) seinem Verhältnis und seiner Freundschaft zu Benno Ohnesorg?

„Nicht sein Leben sollten ihn bekannt machen, sondern sein Tod. So einfach, so banal lässt es sich sagen. Ein Tod ohne Ankündigung. Ein Tod ohne Krankheit. Ein Tod als Zufall. Ein Tod als Opfer. Nicht einmal bewusst in Kauf genommen, wenn man davon absieht, dass er bewusst auf diese Demonstration gegangen war. Ein dummer Tod. Aber jeder Tod ist dumm, es gibt nur einige Abschattungen, die das Dumme mit etwas mehr Bedeutung, mit Wertung aufladen, eine dieser Wertungen ist der Opfertod, ein Tod, der andere vor dem Tod bewahrt. Das Empörende an seinem Tod ist das Zufällige. Das Absurde.“

a) Peter Schneider ( Der befreundete Mauerspringer )
b) Christoph Hein ( Der fremde Freund )
c) Uwe Timm ( Der Freund und der Fremde )

Die richtige Antwort ist: c)
Der Gewinner/Die Gewinnerin von Frage 2 ist: Regina Möller
Der Preis: Pron: Der Geist meiner Väter steigt im Regen auf


1. Dezember 16, Frage 1:


1. Wer bittet hier einen alten Freund in einer delikaten Angelegenheit um einen Gefallen?

„Lieber Moser!
Wird dich der Brief den du heute von mir empfängst erfreuen, obgleich die Veranlassung nichts weniger als erfreulich? Wirst du verstehen, dass dieser Brief der höchste Beweis ist, den ich dir von der Zuversicht meiner Freundschaft geben konnte? Wirst du ihn sogar als ein Zeugniß von großer Sinnesart betrachten? Ich glaub es, und deßhalb schreib ich dir […] Gedacht freylich habe ich oft genug an dich, und als ich unlängst in Paris todtkrank darnieder lag und ich schlafloser Fiebernacht alle meine Freunde musterte, denen ich wohl die Exekuzion eines letzten Willens mit Sicherheit anvertrauen dürfte: da fand ich, dass ich deren keine zwey auf dieser Erde besitze, und nur auf dich […] glaubte ich rechnen zu dürfen. Und deßhalb wende ich mich auch heute an dich, und der Freund dem ich Jahrelang nicht geschrieben habe erhält heute einen Brief von mir worinn ich Geld von ihm verlange.“

a) Heinrich Laube
b) Heinrich Heine
c) Helme Heine

Die richtige Antwort ist: b)
Der Gewinner/Die Gewinnerin von Frage 1 ist: Marietta Füllenbach
Der Preis: Ljudmila Ulitzkaja: Das grüne Zelt