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7. Literarisches Adventsrätsel
Liebe Kundinnen und Kunden, liebe literarischen Rätselfreunde, Mögen neue Krisen uns tagtäglich bedrängen, tagtäglich gibt es auch in diesem Jahr unser literarisches Adventsrätsel. Das Thema lautet schlicht und vielgestaltig: Tiere in der Literatur. Das Motto lautet, wie stets: das Rätsel bzw. das Lesen der Rätseltexte soll Spaß bereiten, möglicherweise erhellend sein, vielleicht neugierig machen, um Wissensprüfung geht es uns weniger.
 
 
 
 
 
Der Modus ist der bewährte: Jeden Tag, ausgenommen sonntags, gibt es eine Frage zu beantworten und einen Tagespreis zu gewinnen; außerdem gibt es einen Gesamtpreis, den man/frau mit den insgesamt meisten richtigen Antworten davonträgt. Der Gewinner des Hauptpreises wird am 4. Januar 2012 verkündet. Die Fragen sind täglich auf der Homepage zu finden und liegen im Laden aus.

Viel Vergnügen wünschen Jacqueline Simon & Ansgar Weber

Antworten können telefonisch 0341/9261813, per Fax 0341/9261814, per Mail seitenblick-leipzig@t-online.de oder persönlich im Laden Goetzstraße 2/ am Lindenauer Markt in 04177 Leipzig übermittelt werden.


24. Dezember 11, Frage 21:


Welcher englische Dichter verfasste diese Strophe?

"Little Lamb, who made thee,/ Dost thou know who made thee,/ Gave thee life, and bid thee feed/ By the stream and o'er the mead;/ Gave thee clothing of delight,/ Softest clothing, wolly, bright;/ Gave thee such a tender voice,/ Making all the vales rejoice?/ Little Lamb, who made thee?/ Dost thou know who made thee?"

"Kleines Lamm, wer schuf dich,/ Kennst du den, der schuf dich?/ Gab dir Leben, Futter auch/ Durch die Au'n an Baches Lauf;/ Gab dir Kleidung voller Freud,/ Wollig-weich ein helles Kleid;/ Gab dir'n Stimmchen zart und klar,/ Dass die Täler jubeln gar,/ Kleines Lamm, wer schuf dich,/ Kennst du den, der schuf dich?"

a) William Wordsworth
b) William George Gordon Byron
c) William Blake

Die richtige Antwort ist: c) William Blake
Der Gewinner von Frage 21 ist: Klara Neuer
Der Preis: Scheuermann: Die Stunde zwischen Hund und Wolf




23. Dezember 11, Frage 20:


Von wessen Kater ist hier die Rede?

„Meiner frisst keine Mäuse; das mag er nicht. Manchmal fängt er sich eine zum Spielen. Wenn er genug mit ihr gespielt hat, schenkt er ihr das Leben und lässt sich, ganz Unschuld, in seinem geringelten Schwanz verträumt woanders nieder mit einer Miene wie eine geschlossene Faust. Es lag nur an seinen Krallen, dass die Maus tot war."

a) Kurt Tucholsky: Mein Kater
b) Jules Renard: Der Kater
c) Elke Heidenreich: Unser Kater

Die richtige Antwort ist:b) Jules Renard: Der Kater
Der Gewinner von Frage 20 ist: Uta Lohmann
Der Preis: Fischer: Gerlof: Alle Zeit




22. Dezember 11, Frage 19:


In welcher Geschichte findet sich die folgende Passage?

„Was sie hier tat oder vielmehr: was sie zu tun versuchte, war nicht weniger als eine Reorganisation ihrer Sinne, um wie ein Hund zu denken und die ganze Welt – nicht nur die der Menschen – wie ein Hund zu interpretieren.
Warum? Weil es noch nie jemand getan hatte. Ganze Völkerstämme wollten Primatenforscher werden oder in Schnellboote steigen und Wale und Delfine studieren oder in einem Landrover durch die Savannen fahren und beobachten, wie Löwenmütter ihre Jungen im Schatten der Baobab-Bäume säugten, aber keiner von denen verschwendete einen einzigen Gedanken an Hunde. Hunde waren unter ihrer Würde. Hunde waren gewöhnlich, langweilig und ungefähr so exotisch wie Stubenfliegen oder Wanderratten. Tja, und das würde sie ändern.“

a) T.C. Boyle: Hundologie
b) Lady Kitty Ritson: Turi, der Sohn Repos
c) Alice Munro: Verteidigung des Hundes

Die richtige Antwort ist:a) T.C. Boyle: Hundologie
Der Gewinner von Frage 19 ist: Reiner Begg
Der Preis: Peter Zeindler: Meyer: Das Herz des Jägers




21. Dezember 11, Frage 18:


Wer schildert die folgende Bärenvorführung?

„Die kaukasischen Bären tragen ihre Krallen in gefütterten Handschuhen. Die Eisbären trollen in weißen Winterkostümen. Alle Bären zeigen den seltsamen Ehrgeiz, aufrecht zu gehen auf zwei Beinen, um die Ehre der Tierwelt vor dem Parkett zu retten. Das gelingt ihnen vollends, wenn sie einen Foxtrott tanzen. Die Menschen im Parkett brummen, um auch nicht zurückzustehen.
Die Bären sind sehr musikalische Tiere. Sie fallen nie aus dem Takt, nur die Kapelle tut es manchmal. Das aber sieht man gar nicht, weil die Musik hoch oben sitzt und Sphärentangos erklingen lässt.
Wenn die Bären aus der Arena kommen, fallen sie wieder auf ihre Vorderfüße, sie bummeln auf allen vieren in den Käfig zurück und versinken in Vierfüßlertum, als gäbe es überhaupt keine Kultur und keine Jazzband auf der Welt.“

a) John Irving (in: Zirkuskind)
b) Joseph Roth (in: Tiere)
c) Lothar Seiwert (in: Bärenstrategie)

Die richtige Antwort ist: b) Joseph Roth
Der Gewinner von Frage 18 ist: Beate Paulus
Der Preis: Kurbjuweit: Kriegsbraut




20. Dezember 11, Frage 17:


Aus welchem Text stammt der folgende Ausschnitt?

„Sechs Buben fegten am Nachmittag, eine halbe Stunde früher als sonst, über den Berg. Die Köpfe gesenkt, die Arme arbeitend wie Maschinenkolben, mit pfeifendem Atem bogen sie vor dem Farmhaus ab und sausten den Abkürzungsweg quer über das Stoppelfeld zum Stall. Und standen mit kundigen Mienen vor dem Pony und blickten auf Jody mit Augen, in denen eine neue, hochachtungsvolle Bewunderung stand. Bis heute war Jody ein Junge in blauem Hemd und blauen Hosen gewesen, ruhiger als die meisten; man hielt ihn sogar ein bisschen für feig. Nun war es anders. Aus Jahrtausenden strömte in sie das uralte Staunen des Fußgängers über den Reiter, ein Instinkt, der ihnen sagte, auf dem Pferd sei der Mensch seelisch und körperlich größer als auf dem Erdboden. Wie durch ein Wunder war Jody nun über ihresgleichen entrückt, ihnen hoch überlegen.“

a) Gaby Hauptmann: Ein Pferd macht noch lange keinen Mann
b) Liam O´Flaherty: Das alte Jagdpferd
c) John Steinbeck: Der rote Pony

Die richtige Antwort ist: c) John Steinbeck: Der rote Pony
Der Gewinner von Frage 17 ist: Bernd Mehringer
Der Preis: Herrndorf: In Plüschgewittern




19. Dezember 11, Frage 16:


Wer rettet in dem folgenden Romanauftakt eine Schildkröte vor ihrem Schicksal?

„Im Jahre 1830 kam ich vor der Tür von Chevet vorüber, als ich im Geschäft einen Engländer erblickte, der eine Schildkröte nach allen Seiten hin- und herdrehte und um sie feilschte, mit der offenkundigen Absicht, aus ihr, sowie sie sein Eigentum geworden wäre, eine turtle soup zu machen.
Der Ausdruck tiefer Resignation, mit welchem das arme Tier sich untersuchen ließ, ohne überhaupt Anstalten zu machen, sich dem grausam gastronomischen Blick seines Feindes zu entziehen, indem es sich in seinen Panzer verkroch, rührte mich. Mich packte ein plötzliches Verlangen, es dem Kochtopf zu entreißen, in den es mit den Hinterbeinen bereits eingetaucht war; ich betrat das Geschäft, in dem ich zu jener Zeit gut bekannt war, und während ich Madame Beauvais mit dem Auge ein Zeichen machte, fragte ich sie, ob sie mir die Schildkröte aufbewahrt habe, die ich am Vorabend im Vorbeigehen reserviert hätte.“

a) Kapitän Nemo von Per Olof Enquist
b) Kapitän Pamphile von Alexandre Dumas
c) Der Kapitän der Zarin von Jules Verne

Die richtige Antwort ist:b) Kapitän Pamphile von Alexandre Dumas
Der Gewinner von Frage 16 ist: Thorsten Fischer
Der Preis: Starr: Stalking




17. Dezember 11, Frage 15:


Aus welchem Text stammt folgender Ausschnitt?

„Ich kenne die angemeldeten Hunde, rieche es gleichsam, spüre es, wenn ein Köter reinen Gewissens an einem Baum steht und sich erleichtert. Mein besonderes Interesse gilt trächtigen Hündinnen, die der freudigen Geburt zukünftiger Steuerzahler entgegensehen: ich beobachte sie, merke mir genau den Tag des Wurfes und überwache, wohin die Jungen gebracht werden, lasse sie ahnungslos groß werden bis zu jenem Stadium, wo niemand mehr sie zu ertränken wagt – und überliefere sie dann dem Gesetz. Vielleicht hätte ich einen anderen Beruf erwählen sollen, denn ich habe Hunde gern, und so befinde ich mich in dauernd im Zustand der Gewissensqual: Pflicht und Liebe streiten sich in meiner Brust, und ich gestehe offen, dass manchmal die Liebe siegt.“

a) Bekenntnisse eines Hundefängers von Heinrich Böll
b) Geständnisse einer Steuerfachfrau von Wiglaf Droste
c) Der Club für bizarre Berufe von Gilbert Keith Chesterton

Die richtige Antwort ist: a) Bekenntnisse eines Hundefängers von Heinrich Böll
Der Gewinner von Frage 15 ist: H-J- Krüger
Der Preis: O'Flynn: Was mit Kate geschah




16. Dezember 11, Frage 14:


Welcher Sportreporter verfasste folgende Zeilen?

„Der Papa verstand seine Sache. Auf einmal erschien ein ovaler Schatten in dem kristallklaren Wasser und schwamm unter uns durch. Er kehrte um. Ein Karpfen. Und was für ein Karpfen! Er streckte sein rundes Maul heraus und schnappte an der Wasseroberfläche nach Luft. Schon kam ein zweiter. Sie benahmen sich wie betäubt, es störte sie gar nicht, dass wir dastanden und sie anguckten. Innerhalb weniger Sekunden war die Wasserfläche voll, und es wurden immer mehr. In diesem Augenblick überkam den Papa etwas Niegekanntes, er kniete auf dem Eis nieder und fing an, die Karpfen zu streicheln und zu liebkosen. , murmelte er.“

a) Friedrich Torberg
b) Ota Pavel
c) Herbert Zimmermann

Die richtige Antwort ist: b) Ota Pavel
Der Gewinner von Frage 14 ist: Marion Zack
Der Preis: Gavalda: Alles Glück kommt nie




15. Dezember 11, Frage 13:


Von welchem Literaturnobelpreisträger stammt die folgende Passage?

„Am Morgen des 16. April trat der Arzt Bernard Rieux aus seiner Wohnung und stolperte mitten auf dem Flur über eine tote Ratte. Im Augenblick schob er das Tier beiseite, ohne es zu beachten, und stieg die Treppe hinunter. Aber auf der Straße fiel ihm ein, die Ratte sei dort oben nicht recht am Platz, und er kehrte zurück, um den Hauswirt zu benachrichtigen. An der Reaktion des alten Herrn Michel merkte er erst, wie ungewöhnlich seine Entdeckung war. Ihm war die Gegenwart dieser toten Ratte nur seltsam vorgekommen, während sie für den Hauswart einen Skandal bedeutete. Seine Haltung war übrigens eindeutig: es gab keine Ratten im Haus.“

a) Winston Churchill
b) Jean-Paul Sartre
c) Albert Camus

Die richtige Antwort ist: c) Albert Camus
Der Gewinner von Frage 13 ist: Andreas Schmidt
Der Preis: Mendelson: Meschugge




14. Dezember 11, Frage 12:


Wer beschreibt hier seine neue Wohnung in Nachbarschaft der Vögel?

„Die Harivansa sagt: So war meine Wohnung nicht, denn ich war plötzlich den Vögeln ein Nachbar geworden, nicht indem ich sie einsperrte, sondern indem ich meinen Käfig in ihre Nähe versetzte. Ich war nicht nur einigen von jenen näher gerückt, die gewöhnlich unsre Gärten aufsuchen, sondern auch den scheueren und kräftigeren Sängern des Waldes, die nie oder selten dem Dorfbewohner ein Ständchen bringen: der Walddrossel, der Scharlach-Tanagra, der Nachtschwalbe, dem Feldsperling, dem Wendehals und vielen andern.“

a) Henry David Thoreaus Walden
b) Rüdiger Nehberg in seiner Autobiographie
c) Jack Londons Romanfigur Wolf Larsen in Allein neben Vögeln

Die richtige Antwort ist: a) Henry David Thoreaus Walden
Der Gewinner von Frage 12 ist: Monika Bucher
Der Preis: Goebel: Heartland




13. Dezember 11, Frage 11:


Welchem Buch entstammt die folgende Schilderung?

„Es handelt sich um eine alte Dame. In ihrer Jugend bestach dieser Jack Russel durch seine Energie. Halbmeterhoch durchsprang er das Gras. Auf Stränden rannte er im Wind. Inzwischen kennt er die Personen des Hauses, weiß, was er tun muß, um seine Bedürfnisse befriedigt zu erhalten. Alle dienen diesem Hund.
Er gehört zur Spezies der Warmblüter, interessiert an der Unterscheidung zwischen guten und schlechten Wärmequellen. Wo sind die angenehmsten Stellen – und die wärmewahrenden Stellungen – in der Wohnung? Darin ist dieser Hund Experte. Um Millimeter korrigiert er seine ruhende Lage in dem Sonnensegment, das von den hohen Fenstern aus den Boden erreicht und minütlich wandert. Der Hund folgt dem Tageslicht, damit dem Fell auch nicht ein Quentchen davon verloren geht.
Viermal am Tag wird er für die Projekte und nach draußen geführt. Heute sorgt der Regen dafür, dass die Reise kurz bleibt.“

a) Hans Lange: Jack Russell Terrier richtig pflegen und verstehen
b) Friedrich Dürrenmatt: Der Hund
c) Alexander Kluge: Das Bohren harter Bretter

Die richtige Antwort ist: c) Alexander Kluge: Das Bohren harter Bretter
Der Gewinner von Frage 11 ist: Roland Beer
Der Preis: Adiga: Zwischen den Attentaten




12. Dezember 11, Frage 10:


In welchem Roman wird folgende Nachtigallen-Vogelexkursion beschrieben?

„Der Leiter hebt den gestreckten Zeigefinger und spitzt die Lippen. Das sind Nachtigallen, flüstert er. Wir hören ein Zwitschern, Seufzen, Girren, Stöhnen, Gurren, Locken, Schlagen, Glucken. Judith senkt den Blick (wie im Konzert wenn sie Bach hört) und fasst mich an. Zizazi coi coi coi coi coi, tönt es von links. Tsetsetsetsetsetse tsatsasi, tönt es von rechts. Und, ganz aus der Nähe: hiip hiip hiip Quoi quoi quoi quoi. Immer schneller folgt Erwiderung auf Erwiderung. Der Vogelkundler hebt den Kopf und flüstert in die Runde: Eine Nachtigall kann innerhalb einer Stunde mehr als vierhundert Strophen nacheinander singen. Die Teilnehmer sind gerührt-erstaunt-ergriffen. Der Pfad öffnet sich und mündet in eine kleine verwilderte Wiese. Die Vogelliebhaber schauen sich beglückt in die Gesichter.“

a) Wilhelm Genazino: Die Liebesblödigkeit
b) Nicholas Evans: Der Vogelflüsterer
c) Joan Didion: Wie die Vögel unter dem Himmel

Die richtige Antwort ist: a) Wilhelm Genazino: Die Liebesblödigkeit
Der Gewinner von Frage 10 ist: Heiko Müller
Der Preis: Norheim: Der Adjutant




10. Dezember 11, Frage 9:


Welchen Titel trägt das folgende Gedicht?

„Ein Wiesel/ saß auf einem Kiesel/ inmitten Bachgeriesel// Wißt Ihr/ weshalb?// Das Mondkalb/ verriet es mir/ im stillen:// Das raffinierte Tier/ tats um des Reimes willen.“

a) Das ästhetische Wiesel
b) Das majestätische Mondkalb
c) Das reimwillige Tier

Die richtige Antwort ist: a) Das ästhetische Wiesel
Der Gewinner von Frage 9 ist: Helmut Blask
Der Preis: McCarten: Hand aufs Herz




9. Dezember 11, Frage 8:


Welche deutschsprachige Lyrikerin hat folgende beiden Strophen geschrieben?

„Ich bin die Kröte./ Und ich liebe die Gestirne der Nacht./ Abends hohe Röte/ Schwelt in purpurne Teiche, kaum entfacht./ Unter der Regentonne/ Morschen Brettern hock ich duckig und dick;/ Auf das Verenden der Sonne/ Lauert mein schmerzlicher Mondenblick.// […] Ich atme, schwimme/ In einer tiefen, beruhigten Pracht,/ Demütige Stimme/ Unter dem Vogelgefieder der Nacht./ Komm denn und töte!/ Mag ich nur ekles Geziefer dir sein:/ Ich bin die Kröte/ Und trage den Edelstein…“

a) Erika Pluhar
b) Gertrud Kolmar
c) Erika Burkart

Die richtige Antwort ist: b) Gertrud Kolmar
Der Gewinner von Frage 8 ist: Andreas Kaulfuß br> Der Preis: Schertenleib: Das Regenorchester




8. Dezember 11, Frage 7:


In welchem russischen Roman geht manches entzwei, auch ein Huhn?

„Dann packte der rothaarige Verbrecher das Huhn am Bein und hieb es Poplawski mit solcher Wucht gegen den Hals, dass der Rumpf absprang und die Keule in Asasellos Hand verblieb. „Im Hause Oblonskis war alles aus den Fugen geraten“ wie es der berühmte Schriftsteller Lew Tolstoi sehr richtig ausgedrückt hat. Das gleiche hätte er in diesem Falle gesagt. Jawohl! Vor Poplawskis Augen war alles aus den Fugen geraten. Ein langer Funke zuckte an seinen Augen vorbei, gefolgt von einem Trauerflor, der den Maitag für einen Moment verdunkelte, dann flog Poplawski, den Ausweis in der Hand, die Treppe hinunter.

Auf dem nächsten Treppenabsatz angelangt, stieß er mit dem Fuß das Fenster entzwei und setzte sich auf eine Stufe. An ihm vorüber hüpfte das beinlose Huhn und verschwand im Treppenschacht. Der oben gebliebene Asasello nagte mit einem Biß das Hühnerbein ab und schob den Knochen ins Seitentäschchen seines Trikots, dann kehrte er in die Wohnung zurück und schrammte die Tür zu.“

a) Der Tag des Opritschniks von Vladimir Sorokin
b) Der Meister und Margarita von Michail Bulgakow
c) Russisches Federvieh von Wladimir Putin

Die richtige Antwort ist: b) Der Meister und Margarita von Michail Bulgakow
Der Gewinner von Frage 7 ist: Tobias Luther
Der Preis: Dieter Forte: Eva Bronsky: Herr Mozart wacht auf




7. Dezember 11, Frage 6:


Von welchem Tier ist hier die Rede?

„Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe/ so müd geworden, dass er nichts mehr hält./ Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gebe/ und hinter tausend Stäben keine Welt.// Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,/ der sich im allerkleinsten Kreise dreht,/ ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,/ in der betäubt ein großer Wille steht.// Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille/ sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,/ geht durch der Glieder angespannte Stille -/ und hört im Herzen auf zu sein.“

a) Der Leopard (von Giuseppe Tomasi di Lampedusa)
b) die Tigerente (von Janosch)
c) Der Panther (von Rainer Maria Rilke)

Die richtige Antwort ist: c) Der Panther von Rainer Maria Rilke
Der Gewinner von Frage 6 ist: Andrea Reich
Der Preis: Simenon: das Haus am Kanal




6. Dezember 11, Frage 5:


Aus welchem Sachbuch eines amerikanischen Autors stammt diese Passage?

„Ich deponierte mein Schwein auf dem Frühstückstisch und machte mich bereit. Ich leerte unseren Kühlschrank und wischte die Anrichte ab. Ich wetzte mein neues Entbeinmesser – kurz, dünn und fest. (Der Maestro hatte sich über ein langes, biegsames mokiert, das ich aus New York mitgebracht hatte: Che fazzo fai con questo? Wörtlich übersetzt: Was in Schwanzes Namen willst du damit machen?) Dann überlegte ich mir, welche Schwierigkeiten mein Schwein zu Hause verursachte. Ich hatte meinen Nachbarn nicht aufregen wollen. Ich kannte ihn nicht gut, vermutete aber, dass er ein Fleischfresser war. Die Ironie ist offenkundig. Mein Schwein war nur eine elementarere Form der Dinge, die er seit Jahren aß. Seine Betroffenheit bestätigte, was ich längst wusste, mir aber nur zögerlich eingestand: Die Leute wollen nicht wissen, was Fleisch ist.“

a) Hitze von Bill Buford
b) Picknick mit Bären von Bill Bryson
c) Sein und Schwein von P.G Wodehouse

Die richtige Antwort ist: a) Hitze von Bill Buford
Der Gewinner von Frage 5 ist: Friedemann Zweynert
Der Preis: Urs Widmer: Mein leben als Zwerg




5. Dezember 11, Frage 4:


Wie ist der Titel des folgenden Kurzgedichts von Gotthold Ephraim Lessing?

„Hier liegt er nun, der kleine, liebe Pavian,/ Der uns so manches nachgetan!/ Ich wette, was er itzt getan,/ Tun wir ihm alle nach, dem lieben Pavian“

a) Auf den Tod eines Pavians
b) Auf den Tod des Primaten
c) Auf den Tod eines Affen

Die richtige Antwort ist: c) Auf den Tod eines Affen
Der Gewinner von Frage 4 ist: Karsten Pingel
Der Preis: Orths: Das Zimmermädchen




3. Dezember 11, Frage 3:


Wer berichtet hier über ihre Katze?

„Die Emily, welche zwei Stündchen draußen war, hereinkam, sich ausgiebig streicheln ließ, einen Happen essen ging, die Ohren so hielt, als ob ich die CD mit den zigeunerischen Geigen lieber gegen etwas Ruhigeres austauschen sollte, die Emily also teilte mir verbal sagen wir mal deutlich mit, dass sie sich nun ins Kaschmirland auf den Eckstuhl begeben würde.“

a) Margret Thatcher
b) Gertrude Stein
c) Sarah Kirsch

Die richtige Antwort ist: c) Sarah Kirsch
Der Gewinner von Frage 3 ist: Rebekka Schubert
Der Preis: Steinbeis: Pascolini




2. Dezember 11, Frage 2:


Woher stammt folgende „Ansprache des Bauern an seinen Ochsen“?

„O großer Ochse, göttlicher Pflugzieher/ Geruhe, gerade zu pflügen! Bring die Furchen/ Freundlichst nicht durcheinander! Du/ gehst voraus, Führender, hüh!/ Wir haben gebückt gestanden, dein Futter zu schneiden/ Geruhe jetzt, es zu verspeisen, teurer Ernährer! Sorg dich nicht/ Beim Fressen um die Furche, friß!/ Für deinen Stall, du Beschützer der Familie/ Haben wir ächzend die Balken hergeschleppt. Wir/ Liegen im Nassen, du im Trockenen. Gestern/ Hast du gehustet, geliebter Schrittmacher:/ Wir waren außer uns. Willst du etwa/ Vor der Aussaat verrecken, du Hund?“

a) aus einem Gedicht Bertolt Brechts
b) aus dem Mund eines nordenglischen Bauern in James Herriots Buch „Der Doktor und das liebe Vieh“
c) aus einem nationalsozialistischen Huldigungslied

Die richtige Antwort ist: a) aus einem Gedicht Bertolt Brechts
Der Gewinner von Frage 2 ist: Alexandra Maier
Der Preis: Bingül: Der Hodscha und die Piepenkötter




1. Dezember 11, Frage 1:


Welches Tier wird hier beschrieben?

„Was den … zu einem so schrecklichen Untier machte, war weder seine ungewohnte Größe noch seine bemerkenswerte Farbe oder auch sein verunstalteter Unterkiefer, als vielmehr jene beispiellose, vernunftbegabte Arglist, welche er laut manchen Berichten bei seinen Angriffen wieder und wieder an den Tag gelegt hatte. Vor allem waren es aber wohl seine tückischen Scheinrückzüge, die den größten Schrecken verbreiteten. Wenn er nämlich vor seinen triumphierenden Verfolgern einherschwamm und dabei scheinbar alle Anzeichen für Furcht aufwies, so war es mehrmals vorgekommen, dass er unvermittelt kehrtmachte, auf seine Verfolger zuschwamm und entweder ihre Boote zerschmetterte oder sie in größter Verwirrung zu ihrem Schiffe zurücktrieb.“

a) der Marlin aus Hemingways Der alte Mann und das Meer
b) Moby-Dick aus dem gleichnamigen Roman Herman Melvilles
c) Der weisse Riese, Sagengestalt der deutschen Nachkriegsgeschichte

Die richtige Antwort ist: b)
Der Gewinner von Frage 1 ist: Gerdi Pfüller
Der Preis ist ein Buch von Sean Creed: Gehetzt. Ein Thriller.